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Heute Nachmittag (31.12.16 ca. 15 Uhr) wurden unsere neuesten PV Anlagen alle nach EEG 2016 zur Fertigstellung gemeldet. So haben wir im Jahr 2016 ein großes Projekt für die Genossenschaft organisieren können. Im neuen Jahr warten wieder einige eventuelle Projekte auf uns. Wir verabschieden uns nach 2017 und wünschen einen guten Rutsch!

 

Das neue Buch von Prof. Lesch, "Die Menschheit schafft sich ab", ist sehr lesenswert.

Eine Rezension folgt in Kürze.

 
https://www.amazon.de/Die-Menschheit-schafft-sich-Anthropozän/dp/3831204241/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1483095902&sr=1-1&keywords=lesch
 
 
 
Liebe Genossenschaftsmitglieder,
 
Vorstand und Aufsichtsrat wünschen Ihnen ein Frohes Fest sowie einen Guten Rutsch ins Jahr 2017!
 
Unser bisher größtes PV-Projekt, d.h. die vielen ca. 20 Aufdachanlagen, werden noch nächste Woche ans Netz gehen.
 
So hoffen wir auf ein friedliches aber windiges und trotzdem sonniges Jahr 2017.
 
Vorstand und Aufsichtsrat der
 
Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG

 

 

Ein paar bildliche Eindrücke von dem Fortschreiten unseres 11. PV Projektes (Insgesamt ca. 7 MW/p).

Die Anlagen werden bis spätestens 31.12. dieses Jahres noch ans Netz gehen.

Natürlich müssen die Erdarbeiten bis dahin nicht fertiggestellt sein. Sieht ja noch ein wenig wild aus.  ;-)

Aber die Anlagen müssen allesamt Strom ins Netz einspeisen.

Etwa 100 Personen sind mit den Arbeiten derzeit beschäftigt. Gottseidank hat das Wetter bisher keine Kapriolen gemacht.

 

Module Bralitz Halle 7a

Trafo Löcknitz

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Fühlt sich Srita Heide als Landratskandidatin noch wohl bei Ihrer Kreis-CDU?

Nachdenkliches aus der Sicht eines Nichtparteigebundenen

 

Ränkespiele gehören in der Politik dazu. Das ist klar. So konnte man dies ja auch jahrelang im Mikrokosmos Main-Kinzig-Kreis beobachten.

Mal sollte dem Landrat eins ausgewischt werden, mal waren die schwarz-gelben am Pranger. Alles im „grünen Bereich“.

Aber das, was in der letzten Kreistagssitzung los war, das schlägt dem Fass den Boden aus.

So werte ich die Allianz gegen Windkraft, die in dieser Sitzung geschmiedet wurde, nicht nur als überflüssig, sondern ganz und gar gefährlich, für die CDU/FDP wie auch für unser demokratisches Miteinander.

Fakt ist: 97% aller Bürger dieses Landes sind für die Erneuerbaren Energien. Dies kann man aus vielen Umfragen entnehmen. Und die Energiewende wird von einer breiten Schicht getragen. Das haben die Politiker – insbesondere im Main-Kinzig-Kreis – noch nicht verinnerlicht. Ja, die Politiker aller Parteien trauen ihren Bürgern nicht zu, dass diese sich schon viel weiter bewegt haben, als die Politiker dies glauben wollen.

Es gilt scheinbar immer noch die Tatsache, dass der, der am lautesten schreit, denkt er habe Recht. Das Gegenteil ist der Fall. Insbesondere sind die, die sich am lautesten mokieren, oft gar keine alteingesessenen Bürger, sondern Städter, die sich aufs Land zurückgezogen haben und dort dann „Krawall“ machen. Man kann dies gut erkennen am geplanten Windenergieprojekt in Flörsbachtal/Jossgrund. Beide Bürgermeister, die Gemeindegremien und eine Mehrheit der Bürger sind für das Projekt. Dagegen sind Protestierer, die überwiegend gar nicht in den Gemeinden ansässig sind.

Aber zurück zur politischen Moral. Es bleibt spannend, wie eine Landratskandidatin mit indischen Wurzeln zusammen mit Parteien wie der NPD, den Republikanern und der AfD sich arrangieren muss. Meine Prognose ist, dass bei diesen unheiligen Allianzen alle verlieren werden.

Einmal die CDU, die hier ihre Kandidatin ohne Not im Vorwahlkampf opfert. Einmal die FDP, die weiterhin als Zimmermann-Anti-Energiewende-Partei mit einem Thema in der Versenkung verschwinden wird, und nicht zu vergessen, die SPD und die Grünen, die sich in der Öffentlichkeit nicht klar zu den obigen Thematiken positioniert haben.

Schade.

Jürgen Staab

  

Unter 33.700 Klimawissenschaftlern gibt es nur noch 34, die den Klimawandel leugnen:

 

http://www.jamespowell.org/PieChartII/piechartII.html

 

 

Das schlägt dem Fass den Boden aus...

 

Die Kreis CDU hat zusammen mit der FDP sowie AFD, Reps und NPD eine "Allianz gegen Windkraft" (so war es als Headline in der GNZ am 10.12.16 zu lesen) geschaffen.

CDU und FDP sollten sich dafür schämen...
Obendrein ist es auch noch sinnlos, denn der Kreis hat gar keine Einflussmöglichkeit auf das Planungsgeschehen.

gez. Jürgen Staab

 

Neues Projekt der Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG

 
Liebe Mitglieder,
 
liebe Interessenten,
 
wir machen einen großen Schritt zu unserem Ziel, den Anlagenpark auszubauen: Wir erwerben 50,1% von einem großen Photovoltaikpark. Damit erreichen wir gemeinsam mit unseren bestehenden zehn Anlagen eine Leistungsklasse von über vier Megawatt. Die Anlagen werden auf etwa 20 Dächern landwirtschaftlicher Betriebe installiert. Für das erfolgreiche Gelingen eines solchen Vorhabens konnten wir einen Projektierer gewinnen, der mit über 60 Projekten innerhalb der letzten Jahre eine hervorragende Expertise mitbringt.
Zur Finanzierung haben wir erfreulicherweise bereits ausreichend Eigenkapital zur Verfügung. Trotzdem wollen wir neben unseren Mitgliedern noch einmal alle unsere Interessenten ansprechen. Da wir auch noch weitere Projekte planen.
 
Gerne nehmen wir noch Neumitglieder auf. Bis 10.000 Euro Einzahlung ist keine tel. Rücksprache mit dem Vorstand vonnöten.
 
Für darüber hinausgehende Beträge führen Sie bitte vor der Einzahlung eine telefonische Rücksprache mit einem der Vorstandsmitglieder.
Natürlich erwerben Sie mit Ihrer Anlage einen Anteil an unserem gesamten Portfolio.
Bitte denken Sie auch an einen entsprechenden Antrag (unter downloads auf der website).
 
Wir sind mit unserem Wunsch mehr grüne Energie zu erzeugen nicht alleine: Investmentfonds und Versicherungen sind in dem Niedrigzinsumfeld auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten und die grüne Energie bekommt immer mehr Aufmerksamkeit.
In den letzten anderthalb Jahren haben über zwanzig verschiedene Projekte vor allem in den Bereichen der Fotovoltaik, Wasser- und Windkraft sowie Stromnetzübernahmen geprüft und aus verschiedenen Gründen verwerfen müssen. So sprachen häufig zum Beispiel die Rentabilität, Risikostruktur, Größe oder Abhängigkeit von großen Versorgern, Versicherungen, Banken oder öffentlich-rechtlichen Institutionen gegen eine Investition in die verfügbare Anlage.  
Wir freuen uns also doppelt in diesem hochumkämpften Umfeld ein Projekt genau der richtigen Größe gefunden zu haben.
 
Mit windigen und sonnigen Grüßen,
Jürgen Staab      Hugo Nick
für Vorstand und Aufsichtsrat

 

Argumentesammlung zur Windkraftdiskussion im MKK

Behauptungen der BI's und die Gegenargumente aus Expertensicht

1. Es sind nicht mehr Windkraftanlagen nötig:

- Nach dem Fukushima-Unfall hat sich ein großes Risiko von Atomkraftwerken gezeigt.

- Die tausendjährige Entsorgung und Lagerung von Atomabfällen ist bis heute nicht sichergestellt.

- Konsens im Hessischen Landtag nach dem Fukushima-Unfalls: 2% der Landesfläche soll für die Gewinnung von Strom aus Wind zur Verfügung gestellt werden.

- Dies wurde als Ziel in den Landesentwicklungsplan aufgenommen.

- Dieses Ziel ist bei weitem nicht erreicht.

- Der Klimawandel muss durch die schnelle Stilllegung von Kohlekraftwerken begrenzt werden.

 

2. Die Kriterien für die Errichtung von Windparks sind zu weit gefasst.

Nein, die Kriterien sind angemessen. Engere Kriterien würden verhindern, dass das Ziel erreicht wird.

- Mindestens 1000m Abstand zu Siedlungsflächen

- Mindestens 600m Abstand zu Einzelgehöften

- 120° Begrenzung von Sichtbeeinträchtigungen

- Ausschluss weiter Teile des Biosphärenreservates Rhön und NP Kellerwald

- Mindestgeschwindigkeit 5,75m/sec in 140m Höhe

- Zonen mit Schutzwald

 

3. Die Kohlekraftwerde müssen ohnehin vorgehalten werden, weil der Wind und die Sonne nur zeitweise weht bzw. scheint.

Nein das müssen sie nicht.

- Sonne und Wind ergänzen sich häufig bei der Verfügbarkeit.

- Die vielfältigen Speichertechnologien entwickeln sich schnell fort und schaffen große Speichervolumina.

- Dazu gehören: Speicherseen, Wasserstofferzeugung und Rückumwandlung, Batteriekapazitäten u. a. in PKWs, Häusern, Druckspeicher, etc.

- Leiten der Stromabnahme auf windstarke Zeiten.

- Verbesserte Vernetzung auf allen Ebenen

- Leistungsfähige Steuerungsmodelle zum Zusammenschalten der einzelnen Energieerzeuger.

- Der Ausbau europaweiter, leistungsfähigere Starkstromtrassen führt zur flexibleren und effektiveren Nutzung von Windstrom.

 

4. Eine Mrd. Euro als Kompensation für Stillstandszeiten in 2015 von Windmühlen (Zwangsabschaltung)

- Vorübergehende Kosten da Speichermöglichkeiten etc. verbessert werden.

- Vorübergehende Mängel in der Planung der Länder und des Bundes

- Behinderung durch Bayerischen Staatsregierung und BIs bei der Planung der Nord-Südtrassen

 

5. Wir werden immer von russischem und arabischem ÖL sowie Gas abhängig bleiben.

Nein, das werden wir nicht.

- Deutschland und die EU müssen ihre Abhängigkeit von russischen und arabischen Öl sowie Gaslieferung weitgehend reduzieren.

- Auch die Bundesregierung erwartet, dass wir bis 2050 mehr als 80% unseres Energiebedarfs durch regenerative Energieerzeugung erreichen können.

- Greenpeace hält das sogar für schneller bis 2030 möglich und nötig.

- Wir können Kosten des Rohstoffimports von derzeit 8,7 Mrd. € sparen, so dass die Wertschöfung im Lande bleibt.

 

6. Die Grundstückspreise verfallen wegen der Windkraftanlagen in der Nähe.

- Preise verfallen seit ca. 15 Jahren im ländlichen Bereich vor allem wg. dem Bevölkerungsrückgang.

- Es ist nicht bekannt, auf welchen Zeitraum sich der von den BI's behauptete Preisverfall bezieht und was die Datenbasis für diese Behauptung ist.

- Nur regionale Daten können aussagefähig sein. Die liegen aber zuverlässig nicht vor, schon gar nicht ursachenspezifisch.

 

7. Gefährdung bedrohter Arten durch Windparks

- Ein gewisser Schaden für bedrohte Arten ist nicht auszuschließen. Sie sollten natürlich vermieden werden.

- Jede Nutzung der Natur ist mit Einschränkungen verbunden, die eigentlich vermieden werden sollten. Aber unser hohes Wohlstandsniveau verlangt Strom.

- Ob der Schaden eine Bedrohung darstellt, ist aber fraglich, weil bedrohte Arten die Genehmigung für eine Anlage verhindern können.

- Der Schaden für bedrohte Arten ist beim Straßenbau und der Straßennutzung ungleich höher, auch für Vögel. Straßen werden in jedem Fall gebaut. Es gibt nur eine teilweise Kompensation durch Ausgleichflächen/ -maßnahmen.

- Es gibt durchaus Strategien die Schadensfälle zu begrenzen: z. B. durch attraktive Nahrungsangebote in der näheren Umgebung, Stillstandszeiten zu Brutzeiten an bestimmten Tagen bzw. Tageszeiten etc.

- Warum gerade bei Windradprojekten Naturbelastung verhindern, wenn gleichzeitig durch den zunehmenden Autoverkehr vor allem Lkws und die Landwirtschaft ein brutales Artensterben und Vergiftung der Umwelt erfolgt? Hecken durch die industrielle Landwirtschaft verschwinden.

- Im Spessart werden dreihundert Jahre alte Buchen aus ökonomischen Gründen großflächig abgeholzt. Das führt zu enormem Schaden von bedrohten Arten. Warum engagiert man sich nicht dagegen.

- Die Artenvielfalt in den Fichtennutzwäldern sehr begrenzt.

- Die Artenvielfalt ist häufig an Waldrändern und offenen Flächen größer als im Wald.

- Das ist in der Regel nicht der Fall, weil die Standorte für Windanlagen genau geprüft werden.

- Bei Vogelzug, der ja nicht immer stattfindet, kann man Windräder auch abschalten.

 

8. Es gibt gravierende Umweltschäden durch den Wegfall von Wald.

- Natürlich ist der Verlust von Wald kritisch zu sehen.

- Andere Schädigungen von Wald durch umweltgifte und Straßenbau sind aber kritischer zu sehen.

- Die Windraderbauer sind verpflichtet, den Wald in gleicher Fläche wieder aufzuforsten.

 

9. Das Landschaftsbild wird verschandelt.

- Ja das trifft zu, aber nur wenn sehr viele Windmühlen zusammen stehen.

- Das ist der Preis für unseren hohen Lebensstandard. Wir müssten unsere (Flug)-Reisen und die Nutzung elektronischer Medien weitgehend einschränken, um mit weniger Energie auskommen zu können. Geringere Wohnflächen. Das ist von der Bevölkerung nicht gewollt.

- Aber es wird auch über andere Eingriffe massiv verschandelt wie den Straßenbau, Schnellbahnbau, Industriegebäude (Kraftwerke),  Logistikzentren, Bürogebäude.

- Es sind auch Naturflächen und Lebensräume vor Eingriffen zu schützen und nicht nur Nationalparks, Biosphärenreservate.

- Es muss daher irgendwann eine Begrenzung der Flächen geben.

- Viele Menschen finden Abfälle in der Landschaft, Atom- und Kohlekraftwerke oder moderne Gewerbegebiete und Industrieanlagen viel störender als Windräder.

 

10. Übernutzung der Landschaft durch Windparks

- Unsere Landschaft ist insgesamt übernutzt. Das stimmt. Durch den Flugverkehr, die Bodenversiegelung, immer mehr Straßen, durch den zunehmenden Autoverkehr, etc.

- Es gäbe Auswege diese negativen Effekte zu beschränken: z. B. durch verstärkten Ausbau des ÖNVs, durch Ausbau der Fahrradwege, etc.

- Stromsparen

- Lärmreduzierung und Schadstoffbelastung der Luft würden auch die Übernutzung der Natur verringern.

- Es gibt gravierendere Eingriffe in die Natur als durch Windparks.

 

11. Wir sollten auf eine Europäische Lösung warten.

- Die Energiewende ist von existenzieller Bedeutung.

- Das Klima erwärmt sich. Es gibt Atomreaktorunfälle und nicht entsorgbaren Atommüll.

- Klimaschutz und Schutz vor Nuklearunfällen ist kein nationales Problem.

- Wir haben daher in Deutschland ein großes Interesse, dass auch alle anderen Länder den Fortschritt zur Energiewende vollziehen.

- Es gibt in allen Ländern einen großen politischen Wiederstand gegenüber einer klimaschonenden Energiewende.

- Deutschland ist für technologischen Fortschritt Vorbild in der Welt bekannt.

- Deutschland kann daher auch Klimaschutz-Vorbild sein und anderen Ländern zeigen, was möglich ist.

- Warten bedeutet, wirtschaftliche Potentiale zu vergeben.

 

12. Die Standorte für neue Windparks sind nicht genügend ertragsreich.

-       Der Betreiber trägt das Risiko, nicht der Stromverbraucher.

-       Eine angemessene durchschnittliche Windgeschwindigkeit ist

Genehmigungsvoraussetzung und muss durch zwei Gutachten nachgewiesen werden.

-       Profite von ca. 5 % Jahresertrag sind heute üblich und nicht wesentlich mehr.

-       Viele Windparkanträge werden auf Grund mangelnden Windes gar nicht genehmigt.

 

13. Die Genehmigungsbehörden arbeiten nicht korrekt.

- Es gibt die Möglichkeit, jede Genehmigung vor den Verwaltungsgerichten anzufechten.

- Es gibt keinen Grund an der Korrektheit der Genehmigungen zu zweifeln.

- Wie bei allen administrativen Vorgängen stellen Einzelfälle des Verstoßes nicht das Gesamtsystem in Frage.

 

14. Am Ende zahlt der Verbraucher die Zeche

- Ja das stimmt. Die zahlt er über die Stromrechnung. Aber er zahlt auch als Steuerzahler.

- Die Kosten für die Suche und die spätere Sicherung von Endlagern für den Atommüll werden nur zu einem Teil von der Atomwirtschaft und damit den Verbrauchern getragen (23 Mrd. €). Den Rest trägt der Bund und damit der Steuerzahler.

- In großen Teilen in großen Teilen zahlt der Steuerzahler auch die Kosten für den Abbau der Atomkraftwerke den Schaden von eventuellen Reaktorunglücken.

- Versicherung decken das Risiko von Reaktorunfällen nicht, weil es Ihnen zu hoch erscheint.

- Ja, der Bürger trägt auch die gesundheitlichen Schäden von Reaktorunfällen.

- Er trägt auch den Schaden von zunehmenden Unwetterschäden durch die Klimaerwärmung

- Er trägt auch die Kosten der Aufnahme von zunehmender Zahl von Klimaflüchtlingen

- Er trägt auch die Kosten bei der Verteuerung von Lebensmitteln durch die Klimaerwärmung.

 

15. Die Zertifikate für die Co² Erzeugung wirken nicht. Es werden Kohle- statt Gaskraftwerke als Hintergrundreserve betrieben.

- Ja, das stimmt. Die Preise der Zertifikate müssen schnell erhöht werden damit der Braunkohlestrom in der Erzeugung unrentabel wird und Gaskraftwerke zunächst noch bevorzugt werden.

 

16. Unternehmer scheffeln sich die Taschen voll.

- Unsere Verfassung sichert das freie Unternehmertum ab. Entscheidung über die zu erwartende Rentabilität daher allein bei den Investoren.

- Dieses Recht kann und sollte auch Windmüllern nicht genommen werden.

- Die BürgerInnen können sich ja an vielen Projekten beteiligen und ebenfalls Erträge erhalten.

- Die abnehmenden durchschnittlichen Windstärken der letzten zwanzig Jahre führen zu Renditen von unter 10%.

- Man kann nicht behaupten, dass sich die Standorte im MKK nicht lohnen und gleichzeitig behaupten, dass sich die Windparkbeteiligten die Taschen voll scheffeln.

 

17. Zu hohe nicht gerechtfertigte Subventionen durch das EEG

- Die großen Stromerzeuger kämpfen seit einigen Jahren dafür, dass der Staat und damit der Steuerzahler Mrd. für die Erkundung von Lagerstädten für Atommüll übernehmen und zig-Mrd. Beträge bereitstellen für den Abbau der vorhandenen Atomkraftwerke. Die Rückstellungen der EVU's reichen nämlich dafür nicht aus.

- Der Preis für Atomstrom ist staatlich verbilligt worden, weil der Staat am Ende für die Entsorgung zahlen muss.

- Windmüller müssen für den Abbau der Anlagen und den Rückbau der Fundamente entsprechend den Genehmigungsauflagen ausreichend Rückstellungen bilden.

- Für das Risiko von Kraftwerksunfällen, müssten nach den normalen Bilanzierungsregelungen für Unternehmen hohe Rückstellungen gebildet werden. Atomstromerzeuger müssen das nicht. Das ist eine Subventionierung der Strompreise durch den Staat.

- Seit den fünfziger Jahren sind hunderte Mrd. Subventionen für die Stein- und Braunkohleförderung geflossen. Weit höhere Beträge als für die Windkraftstromerzeugung.

- Wenn Subventionen dazu führen, dass sie auf Dauer durch kostengünstigere Produktion/ Erzeugung überflüssig werden, dann ist das volkswirtschaftlich und damit politisch sinnvoll. Der technische Fortschritt bei Windanlagen und deren Nutzung war in der Vergangenheit enorm. Bei der Stromerzeugung durch PV - Anlagen ist dieses Ziel nahezu erreicht.

 

18. Windstrom fließt unregelmäßig.

- Die zunehmenden Möglichkeiten, Strom zu speichern, sprechen für den weiteren Ausbau der Windkraft.

- Der Stromverbrauch wird in Zukunft über hohe Preise in Zeiten hohen Verbrauchs und niedrigere Preis in der Nacht gesteuert werden -> intelligente Stromzähler.

- Der Wind weht in Europa zwischen Norwegen und Spanien immer mal. Der Ausbau leistungsfähiger Stromtrassen zwischen den Europäischen Ländern wird zu einer Verstetigung der Windstromnutzung führen.

- Die Stromerzeuger haben inzwischen hochkomplexe, erfolgreiche Modelle entwickelt, um die Windstromerzeugung relativ präzise vorauszuplanen, sowie Gaskraftwerke oder Wasserkraftwerke flexibel zuzuschalten.

- Wetterdienste liefern dafür kleinräumige Windvorhersagen.

- Kohle- und Gaskraftwerke sind vorübergehend noch notwendig, um Stromlücken zu schließen. Der verstärkte Ausbau der regenerativen Stromerzeugung könnte schon 2025 die Abschaltung aller Kohlekraftwerke ermöglichen. Kohlekraftwerke sind daher kein dauerhafter Bestandteil der Stromerzeugung durch Wind.

 

19. Die Windparks sollten nur in windstarken Küstenregionen angesiedelt werden.

- Auf das ganze Bundesgebiet verteilte Anlagen sind erforderlich, um noch mehr Hochspannungstrassen zu vermeiden

- Die großen Offshore-Windparks mit dutzenden Anlagen sind nur von großen Investoren zu errichten. Mittelständische und kleine Anleger können nur in kleineren Windparks sich beteiligen.

 

20. Windparks benötigen zu viel Flächen.

- Windkraftanlagen verbrauchen wenig Fläche:

- Eine Anlage von 3 MW Leistung (Strom für 2600 Haushalte) benötigt einschließlich Zufahrtswegen 3.750 qm, das ist so viel wie ein halbes Fußballfeld.

- Alle Windkraftanlagen in Deutschland brauchen 2015 nur 10% der Fläche von Berlin

- Die 750 hessischen Windkraftanlagen beanspruchen 3,8 qkm das ist weniger als 2% der Fläche von Wiesbaden

 

21. Windkraft hat keinen wirtschaftlichen Nutzen.

- Windenergie schafft direkte und indirekte Arbeitsplätze.

- 2013 arbeiteten 362.000 Menschen im Bereich der erneuerbaren Energien, davon 160.000 Menschen bei der Windenergie, doppelt so viele Beschäftigte wie 2004.

- Die deutsche Windindustrie liegt weltweit mit an der Spitze, sowohl bezüglich Umsatz als auch bezüglich technologischem Vorsprung.

 

22. Windkraft stärkt nicht die Regionen.

 

- Windkraft stärkt ländliche Gebiete.

- 70% der Gewerbesteuer bekommt die Gemeinde, in der die Anlage steht.

- Es fallen für Landwirte, andere Grundstückseigentümern und Gemeinden Pachterträge an.

- Die Pachteinnahmen werden weitgehend vor Ort ausgegeben.

- An fast jedem zweiten Windenergieprojekt sind Bürger beteiligt.

 

23. Windkraftanlagen haben eine schlechte Ökobilanz.

- Windkraftanlagen haben eine hervorragende Ökobilanz.

- Eine Anlage erzeugt im Laufe ihres Lebens 40-70 mal so viel Energie wie zur Herstellung nötig ist.

- Ihre Teile lassen sich je nach Anlage zu 80-90% wiederverwerten.

- Die Fundamente einer Windmühle werden nach dem Abbau beseitigt und für den Straßenbau verwendet und das Loch wieder aufgefüllt. Außerdem können Anlagen an anderen Stellen wieder aufgebaut werden.

- Nach dem Abbau der Anlagen bleiben keine Schadstoffe, versiegelte Flächen oder andere Rückstände zurück.

 

24. Windstrom führt zu überhöhten Strompreisen.

 

- Die Stromerzeugung durch Windkraft führt durch das umfangreiche Angebot tendenziell zu niedrigeren Strompreisen.

- Die derzeit hohen Strompreise, ergeben sich aus den niedrigen Preisen an der Strombörse durch den Aufschlag für regenerative Stromerzeugung. 2017 beträgt der Aufschlag 6,8 Cent.

- Würden die Kohlekraftwerke und die Atomkraftwerke stärker zurückgefahren, dann wäre die Differenz zwischen Marktpreis und garantiertem Preis für die regenerative Stromerzeugung geringer.

 

25. Man sollte Atomkraftwerke einfach weiterlaufen lassen.

- Umso älter Kraftwerke werden, desto störanfälliger werden sie auch.

- Wenn in einem Industrieland wie Japan ein Atomunfall möglich war, kann er auch bei uns passieren.

- Es gibt bisher kein sicheres Endlager für den Atommüll.

 

26. Windenergie erzeugt hohe gesellschaftliche Kosten.

- Windenergie verursacht wenig gesellschaftliche Kosten.

- Bei Strom aus fossilen und atomaren Energiequellen fallen Kosten an (gesicherte Transporte, Entsorgung, Endlagerung; Zerstörung von

Landschaft durch Braunkohletagebau, Umsiedlung von Menschen, Luftverschmutzung durch Feinstaub, usw.), die nicht im Preis der erzeugten Energie enthalten sind und deshalb von der Gesellschaft/Steuerzahlern getragen werden müssen.

- Die Windenergie ist daher jetzt schon wirtschaftlich, wenn man für die fossilen die tatsächlichen Kosten für die Umweltschäden, die sie verursachen, mit einbezieht.

 

27. Windenergie ist kein wichtiger Anteil der regenerativen Stromerzeugung.

- 40% der regenerativen Stromerzeugung entstehen aus Windkraft.

 

28. Für Windkraftanlagen werden große Waldflächen gerodet.

 

- In der Bauphase werden Flächen abgeholzt, die nach Fertigstellung wieder aufgeforstet werden.

- Für dauerhaft gerodete Flächen werden Ausgleichsmaßnahmen verlangt.

- Eine Anlage benötigt einschließlich der Zufahrtswege 3.750 qm, das ist so viel wie ein ½ Fußballfeld.

- Vorübergehend für den Transport angelegte oder verbreiterte Wegen werden nach Fertigstellung zurückgebaut.

 

29. Der Infraschall der Windräder ist gesundheitsschädigend.

- Infraschall wird durch schwere bewegte Massen erzeugt, z.B. durch Meeresrauschen und Gewitter, aber auch durch Hochhäuser, Kraftfahrzeuge, Klimaanlagen und eben Windräder.

- Schäden durch die natürlichen Quellen von Infraschall sind bisher nicht nachgewiesen worden.

- In der zulässigen Entfernung von Windkraftanlagen (700 bis 1000 m) nimmt der Schalldruckpegel so stark ab, dass Schäden erst recht in dieser Entfernung nicht zu erwarten sind.

 

30. Windkraft ist eine im Vergleich sehr teure Energieerzeugung. Der Preis für Atomstrom ist viel niedriger.

- Der Atomstrom wird hoch subventioniert. Ohne die hohen Subventionen wäre Atomstrom mindestens so teuer wie regenerative Stromerzeugung.

- Die Versicherung des Atomreaktorrisikos durch Versicherungsunternehmen statt dem Staat würde den Atomstrom deutlich verteuern. Die weigern sich aber.

- Würden die Abrisskosten von großen Reaktorbetreibern getragen würde der Atomstrompreis sich nochmals erhöhen. Die Abrisskosten von etwa 60 Mrd. € werden nach dem bisherigen Stand der Verhandlungen nur zur Hälfte von den EVUs getragen. Die restlichen Kosten trägt der Staat.

- Die Kosten für die Suche und Einrichtung von Atommüllendlagern soll in Zukunft der Staat tragen. Die EVU's übernehmen nur einen fixen Betrag von maximal 23 Mrd. €.

- Die Stromerzeugung durch Windkraft ist derzeit noch effizienter als durch Photovoltaikanlagen sowie Erdwärme.

 

31. Wir müssen auf immer mehr Wirtschaftswachstum verzichten.

- Wirtschafts-Wachstum ist erforderlich.

- Wer das verneint, stellt unser marktwirtschaftliches Gesellschaftssystem in Frage.

- Allerdings spielt die Qualität auch eine Rolle. Externe Kosten, die für die Bürger schädlich sind, wie Luftverschmutzung und Strahlung, müssen internalisiert, d. h. in der Messung des Wachstums berücksichtigt werden.

 

Mangelnde Glaubwürdigkeit der Windstromgegner

* Sie wären glaubwürdiger, wenn sie sich auch gegen die Naturzerstörung an anderer Stelle engagieren würden und nicht nur gegen die Naturzerstörung vor ihrer Haustüre.

* Wenn ihre Alternativvorschläge fundiert begründet / durchgerechnet wären und nicht nur individuellen Überlegungen entsprechen würden.

Greenpeace wird von der Mehrheit der Bevölkerung und sogar von der Bundesregierung als äußerst fachkompetente Organisation angesehen. Greenpeace hält den Ausbau der Windenergie, wie bisher von der Bundesregierung geplant, für Mindeststandards, aber von der Grundausrichtung für richtig. Das Gleiche gilt für die Fraunhofer Institute, die sich mit Energiefragen beschäftigen.

Dieses Papier wurde unter der maßgeblichen Mitwirkung unseres Mitglieds Udo Weiß erstellt.

Udo Weiß ist Mitglied der Genossenschaft, Gesellschafter des Windparks Fleschenbach und war 6 Jahre in den neunziger Jahren Geschäftsführer des WWF, ab 1996 Berater für die großen Umwelt und Entwicklungsorganisationen, Mitglied im Aufsichtsrat von Greenpeace 2008 bis 2012. 

 

 

Harald Lesch hat wie immer Recht. Sehenswertes Video siehe unten:

https://www.youtube.com/watch?v=9ZUNY7sYaf0

 

Herzlichen Glückwunsch zum 92. Geburtstag!

Kürzlich hatte der Vorstand die Gelegenheit, dem ältesten Mitglied der Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG, Elfriede Seipp aus Gelnhausen, beste Glückwünsche zum 92. Geburtstag zu überbringen.
Frau Elfriede Seipp hat vor vielen Jahren die Ortsgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Gelnhausen mitgegründet. Daher ist es ihr ein großes Bedürfnis, die Gratulanten darauf hinzuweisen, dass der Schutz von Flora und Fauna heute und künftig eine große Rolle spielt. Jede eingesparte Kilowattstunde für Strom oder Wärme hilft, die Umwelt auch für nachfolgende Generationen lebenswert zu erhalten. 
Wir vom Vorstand wünschen ihr noch eine schöne Zeit bei guter Gesundheit.

 
Seipp
 

Ein Leserbrief in der GNZ vom 9.11. zu einer Infoveranstaltung der IG Windjammer in Gründau:

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Wir sind zwar überparteilich...

aber wo er Recht hat hat er Recht...

Timon Gremmels (SPD): Grüne versagen bei der erfolgreichen Umsetzung der Energiewende in ganz Hessen

  • Dienstag, 18. Oktober 2016 18:06
Timon Gremmels - spd-fraktion-hessen.de
 
(BUP) „Energiewende muss man nicht nur wollen, Energiewende muss man auch können!“, kommentierte der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Timon Gremmels, Berichte des Wiesbadener Kuriers und des Darmstädter Echos über schleppende Genehmigungsverfahren für Windkraftanlagen im Gebiet des Regierungspräsidiums Südhessen. Dort seien in diesem Jahr gerade einmal sechs Windräder genehmigt, bei ausstehenden Entscheidungen über Anträge von 139 Windrädern.

„Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder ist Regierungspräsidentin Lindscheid (Bündnis 90/Die Grünen) überfordert oder sie hat den Auftrag, den Prozess zu verschleppen, weil der Koalitionspartner CDU gegen den Windkraftausbau ist. Wenn es für Letzteres noch eines Beweises bedurfte, dann haben es die CDU-Landespolitiker Beuth, Jung und Müller-Klepper vor zwei Wochen im Kreistag des Rheingau-Taunus-Kreises bewiesen. Mit Hilfe von FDP, FWG und AfD beendeten sie im Kreistag faktisch die Energiewende im Landkreis“, so Gremmels. 

„Die Grünen haben in den beiden Schlüsselministerien Umwelt und Wirtschaft die Verantwortung und stellen auch noch die Regierungspräsidentin in Darmstadt. Sie haben alle Instrumente in der Hand, um den Windkraftausbau auch in Südhessen voranzubringen. Wir beobachten gerade das Versagen der Grünen bei einem ihrer zentralen Anliegen: die Energiewende in ganz Hessen erfolgreich umzusetzen“, bedauerte Gremmels.

Der SPD Energiepolitiker wies darauf hin, dass die Zeit dränge: „Nur die Windkraftprojekte, die bis Ende 2016 eine Genehmigung vom Regierungspräsidium erhalten, werden noch nach dem alten Erneuerbaren-Energien Gesetz gefördert. Januar 2017 werden zahlreiche der jetzt beantragten Flächen im Binnenland wirtschaftlich nicht mehr für Windkraft in Betracht kommen.“ Umweltministerin Hinz und Wirtschaftsminister Al-Wazir müssten sicherstellen, dass noch in diesem Jahr möglichste viele der besagten Anträge beschieden werden. Notfalls müsse Personal aus anderen Ministerien zur Bearbeitung der Anträge abgeordnet werden.  

Quelle: spd-fraktion-hessen.de

 

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Bürgerenergie in Europa hat riesiges Potenzial

Die Beteiligung der Bürger an der Energiewende endet nicht auf dem eigenen Hausdach. Viele können auch in kollektiv finanzierte Anlagen investieren.

 

Europa kann seine Energieproduktion fast zur Hälfte mit von Bürgern finanzierten und betriebenen Erzeugungsanlagen bestreiten. Immerhin könnte jeder zweite Bürger der Europäischen Union zum Energieerzeuger werden, wenn die Politik ihre Blockadehaltung aufgibt.

In Europa schlummert ein riesiges Potenzial für die Beteiligung von Bürgern an der Energiewende. Das haben die Analysten des unabhängigen niederländischen Forschungs- und Beratungsinstituts CE Delft herausgefunden. Durch die Beteiligung an einer Photovoltaik- oder Windkraftanlage oder die private Installation eines Photovoltaikgenerators könnten die Bürger der EU bis 2050 etwa die Hälfte der gesamten Stromproduktion in den 28 Mitgliedsstaaten bestreiten. Bis dahin – so der der Plan der Europäischen Kommission – soll die gesamte Stromerzeugung in der EU ohne Treibhausgasemissionen auskommen.

Hier eingerechnet sind Privathaushalte, Bürgerenergievereinigungen oder andere kollektive Beteiligungsgesellschaften, kleine und mittlere Unternehmen, die jeweils weniger als 50 Mitarbeiter beschäftigen, sowie öffentliche Einrichtungen wie kommunale Behörden, Schulen, Krankenhäuser und Regierungsgebäude. Die andere Hälfte kann dann von Stadtwerken oder anderen kommunalen Energielieferanten oder großen Energieversorgern erzeugt werden.

Private Anlagen dominieren bei der Photovoltaik

Konkret haben 113 der 216 Millionen Haushalte in der EU die finanzielle und logistische Möglichkeit, selbst zum Energieproduzenten zu werden. Sei es aufgrund der Installation einer eigenen privaten Erzeugungsanlage oder der Beteiligung an eines kollektiv finanzierten und betriebenen Generators. Dabei spielt die Photovoltaik vor allem eine entscheidende Rolle bei der Beteiligung von privaten Haushalten durch die Installation des Generators auf dem eigenen Hausdach. So werden 2050 gut 60 Millionen Haushalte in der Europäischen Union eine Solaranlage auf dem eigenen Hausdach betreiben. Aber auch kollektiv finanzierte und betriebene Solaranlagen werden eine große Rolle bei der Stromproduktion der Zukunft spielen. Nur ein kleiner Teil der Stromerzeugung aus Photovoltaik wird dann auf kleine und mittlere Unternehmen zurückgehen und auch die öffentlichen Einrichtungen werden hier eine eher kleine Rolle spielen. Immerhin 200 der Terawattstunden Solarstrom werden ab 2050 von den Investoren erzeugt – vorausgesetzt, die Politik gibt endlich ihre Blockadehaltung gegen die dezentrale Energiewende auf.

Kleine Unternehmen investieren in Windkraft

Das Szenario bei der Windkraft sieht anders aus. Fast zwei Drittel diese Anlagen wird vor allem von den kleinen und mittleren Unternehmen installiert. Das verbleibende Drittel besteht dann aus kollektiv finanzierten Anlagen. Insgesamt wird 2050 die Stromerzeugung aus bürgerfinanzierten Windkraftanlagen bei etwa 940 Terawattstunden liegen. Insgesamt werden 64 Millionen europäische Haushalte an einer Ökostromanlage beteiligt sein und so zum Stromerzeuger werden. Außerdem gehen die Wissenschaftler des CE Delft davon aus, dass fünf bis sechs der 20 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen in der Europäischen Union aktiv an der Stromproduktion in der Gemeinschaft teilnehmen werden. Dazu kommen noch 400.000 öffentliche Einrichtungen, die vor allem auf Solaranlagen auf und an ihren Gebäuden setzen.

42 Millionen stationäre Speicher prognostiziert

Der Umstieg auf volatile Energiequellen wie Sonne und Wind erfordert aber noch eine weitere Komponente, um das Stromsystem stabil zu halten. Hier spielen vor allem Speicher – sowohl elektrochemisch als auch Wärme- und Gasspeicher – eine entscheidende Rolle. Diese sind eng verbunden mit der Laststeuerung. So prognostizieren die Delfter Analysten, dass im Jahr 2050 etwa 133 Millionen europäische Haushalte die Stromnachfrage mit Elektroautos, Stromspeichern oder elektrisch betriebenen Heizungsanlagen steuern können. Immerhin werden 115 Millionen Haushalte ein Elektroauto besitzen, 70 Millionen werden ihr Warmwasser mit kleinen Elektroboilern bereiten und in 42 Millionen Haushalten wird eine stationäre Batterie stehen. (su)

 

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Die Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG gewinnt den elffachen Rechenweltmeister Dr. Dr. Gert Mittring als neues Mitglied

Biebergemünd, 05.09.2016 | Zu Beginn dieses Monats konnte der elffache Weltmeister im Kopfrechnen Gert Mittring als Neumitglied der Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG gewonnen werden. Gert Mittring sieht den Wechsel zu Erneuerbaren Energien als wichtigen Schritt in eine lebenswerte Zukunft. Jürgen Staab vom Vorstand der Energiegenossenschaft überreichte ihm zur Aufnahme kürzlich ein T-Shirt und die Aufnahmebestätigung der Energiegenossenschaft (Bild).

Dr. Dr. Gert Mittring ist 1966 geboren und begeisterte sich schon sehr früh für die Welt der Zahlen. Der promovierte Pädagoge und Psychologe trägt den Titel eines Großmeisters im Kopfrechnen. Seine Leidenschaft für Zahlen vermittelt er dem breiten Publikum in seinem Spiegel-Bestseller "Rechnen mit dem Weltmeister" und auch in seinem Buch "Fit im Kopf" aus dem Jahre 2013. In verschiedenen Veröffentlichungen befasst er sich mit Themen zu Mathematik und zu Hochbegabung. Seine Bekanntheit erlangte er durch Fernsehauftritte u.a. beim ZDF (Deutschlands Superhirn), bei Stern TV, TV Total, Gripsshow, 3 nach 9, Nachtcafé und Mittagsmagazin sowie durch zahlreiche Radiointerviews.

Dr. Dr. Mittring berät Firmen in mathematischen Fragestellungen und hält Vorträge über mathematische und psychologische Themen, auch in Zusammenhang mit dem Phänomen der Hochbegabung. Er führt Seminare und Workshops für jede Zielgruppe durch und bringt den Teilnehmern die Kunst des Kopfrechnens auf nachvollziehbare und verblüffend einfache Art und Weise bei. Sogar das Rechnen mit großen Zahlen und komplexe Sachverhalte werden mit geeigneten Methoden sehr schnell und einleuchtend erklärt.

Vorstand Jürgen Staab freut sich über die neue Verstärkung und sieht den  Weg der Genossenschaft bestätigt. „Das Engagement von Herrn Mittring zeigt, dass unsere Zahlen und auch unsere Arbeitsweise der letzten sechs Jahre sehr nachhaltig sind und wir uns auf dem richtigen Weg befinden“, so Staab.

 Mittring

 


 

 

Seit dem 23.08.2016 ist das Protokoll zur Generalversammlung vom 02.06.2016 in unserem internen Bereich einzusehen. Mitglieder, die noch keinen Zugang haben, können sich an unser Mitglied Florian Hix wenden. Hierzu muss nur eine Registrierung auf der Website oben rechts vorgenommen werden. Einfach auf den Button "Registrieren", der grün unterlegt ist, gehen. 

 

 

Anbei einige Bilder von unserer Generalversammlung am 02.06.16:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG war bei der bundesweiten Warnminute "5 vor 12 für die Energiewende" dabei

 
Mitglieder und Vorstandsvertreter der Energiegenossen haben sich heute vor der Kirche in Biebergemünd Kassel, dem Unternehmenssitz der Genossenschaft, getroffen, um Ihren Unmut über die geplanten Veränderungen bei dem Erneuerbaren Energiegesetz (EEG) durch die derzeitige Bundesregierung auszudrücken.
Die Kirche auf dem Bildhintergrund zeigt zwar schon 5 nach 12 an, aber die Energiegenossen, da waren sich alle Anwesenden einig, glauben, dass es noch nicht zu spät für eine Fortführung der Energiewende in Deutschland ist.
 

 

 

Nachfolgend ein Schreiben unseres Mitglieds Bodo Delhey an Herrn Dr. Tauber mit Antwort desselben weiter unten:

 

Sehr geehrter Herr Dr. Tauber,

die bevorstehende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bereitet mir Kopfzerbrechen. Wird sie wie geplant umgesetzt, steht die Zukunft der ganzen Windbranche auf dem Spiel. Es droht eine lange Phase der Unsicherheit. Das massive Absenken des jährlichen Ausbauvolumens für Wind an Land und die Deckelung von Erneuerbaren Energien im Strommix würden uns massiv treffen. Im schlimmsten Fall kommt das Branchenwachstum zum Erliegen. Bundesweit wären 150.000 Arbeitsplätze betroffen, bei uns in Hessen bis zu 5.250. Das kann nicht in Ihrem Sinne sein. Besonders nicht jetzt, wo Deutschland technologischer Weltmarktführer und Vorreiter im Klimaschutz ist.

Windkraft ist der stärkste Motor der Erneuerbaren-Wirtschaft. Schon heute produziert sie den Löwenanteil an sauberem Strom in Deutschland. Bei uns in Hessen betrug die Nennleistung aller Windanlagen 1.386 Megawatt im Jahr 2015. Und das Potenzial ist noch weit größer: Bei stabiler Entwicklung könnten Wind an Land und Wind auf See bis 2030 sogar 25% bis 30% der gesamten in Deutschland benötigten Energie abdecken. Doch das EEG 2016 sorgt eben nicht für stabiles Wachstum, sondern deckelt den gesamten EE-Anteil am deutschen Energiemix willkürlich auf 45% bis 2025. Dabei verlangt das jüngste Klimaschutzabkommen von Paris eine deutlich ambitioniertere Zielmarke von 60%.

Begründet wird das Ausbremsen der Energiewende mit dem langsamen Netzausbau - der produzierte Windstrom könne nicht verteilt werden. Eine Lösung wäre, ihn endlich für Wärmeproduktion und Elektromobilität nutzbar zu machen - wie es in naher Zukunft ohnehin unerlässlich sein wird. Stattdessen zwingt die EEG-Novelle die Windbranche, weit hinter ihren Möglichkeiten zu bleiben und gefährdet mit der massiven Deckelung des Ausbaus einen ganzen Industriezweig mit bundesweit 150.000 Beschäftigten. Wind wird zum "Überlaufventil" der Energiewende degradiert. Das halten wir für eine klimapolitische Fehlentscheidung.

Wir fordern daher dringend, die EEG-Novelle 2016 nicht in der geplanten Form zu verabschieden, sondern in vier wichtigen Punkten zu überarbeiten. Erstens: ein dynamisches Ausbauvolumen von 4.400 MW brutto für Wind an Land, was dem Erhalt des 2014 zwischen Bund und Ländern vereinbarten realen Zubaus von 2.500 MW netto entspricht. Zweitens: wirksame Schutzmechanismen für schutzwürdige Akteure in den Ausschreibungen, um die starke Basis zu erhalten. Drittens: die Wahrung der Ausbauziele der Länder sowie der nationalen Klimaschutzziele. Viertens: die Öffnung der Sektoren Wärme und Mobilität für die Nutzung von Windenergie.

Das stabile Fundament der Energiewende, das die Windbranche in den letzten 25 Jahren aufgebaut hat, darf nicht porös werden. Deutschland muss die Marktstellung dieser wichtigen exportstarken Industrie wahren - im Inland wie im Ausland. Schließlich haben sich alle wichtigen Akteure längst auf Investitionen in Erneuerbare eingestellt. Deswegen hoffe ich auch auf Ihre politische Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Bodo Delhey
63571 Gelnhausen
Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal

 

Sehr geehrter Herr Delhey,

vielen Dank für Ihre Nachricht zum Thema EEG-Novelle und Windenergie.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion bekennt sich zum Ausbau der erneuerbaren Energien als einer zentralen Säule der Energiewende. Wir stehen zu den sehr ambitionierten Ausbauzielen des Koalitionsvertrags von 2013 und werden uns für deren Umsetzung einsetzen.

Richtig ist aber auch, dass es angesichts von inzwischen über 24 Milliarden Euro EEG-Förderkosten pro Jahr, die von Industrie, Gewerbe und Haushalten an die Anlagenbetreiber gezahlt werden, sowie angesichts weiterer steigender Milliardenkosten durch den Einsatz erneuerbarer Energien (z.B. für sog. Redispatch-Maßnahmen im Übertragungsnetz, oder für die Vorhaltung von Kraftwerkskapazitäten für den Fall, dass die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht) dringend notwendig ist, die Kosteneffizienz und die Marktintegration der erneuerbaren Energien erheblich zu steigern. Dem soll die anstehende Novelle des EEG dienen. 

Den Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums werden wir unter diesen Prämissen sehr genau prüfen. Gerne bin ich bereit, auch die von Ihnen angeführten Anliegen in den weiteren Beratungen zum Gesetz mit zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Peter Tauber

Dr. Peter Tauber, MdB

Generalsekretär der CDU Deutschlands

Platz der Republik 1, 11011 Berlin

 

 

Nachfolgender Link führt zu einer ZDF Dokusendung vom 04.05.2016 über die Energiewende und wie sie ausgebremst wird:

 

http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2722844/Sonne,-Wind-und-Wut

 

Frau Prof. Kemfert bringt es wie immer - auch wieder in den VDI nachrichten - auf den Punkt: Die Energiewende ist durch die Reform des EEG ernsthaft in Gefahr!

http://www.vdi-nachrichten.com/Schwerpunkt-Meinung/Energiewende-gefaehrdet

 

Wir haben heute Nachmittag (27.04.2016) die Power to Gas Anlage in Mainz Hechtsheim, derzeit weltweit die Größte, mit rund 20 Teilnehmern besucht. Anbei ein paar bildliche Eindrücke.

In dieser noch im Versuchsstadium befindlichen Anlage wird aus Windstrom über Elektrolyse Wasserstoff erzeugt, der u. a. ins Gasnetz eingespeist werden kann. Das Gasnetz hält den Verbrauch der gesamten Bundesrepublik für mehrere Monate vor und kann so in Zukunft als Speicher für große Mengen Energie dienen.

Die Anlage hier in Mainz soll nach Auslaufen der Förderung in einigen Jahren unter marktlichen Gesichtspunkten laufen - das hat mir im Gespräch im Herbst letzten Jahres der Geschäftsführer der Stadtwerke Mainz bestätigt.

Jürgen Staab

Impressionen von der Einweihungsfeier unseres Windrads "Der schlanke Max" in Wallroth am 23.04.2016.

Die Alphornbläser aus Biebergemünd waren wieder vertreten. Zudem waren noch verschiedene rein elektrisch angetriebene Autos zu bestaunen. Und natürlich konnte man auch einen Blick in das Innere des Schlanken Max werfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Besuch (15.04.2016) bei der Fa. Engelbert Strauß in Biebergemünd-Wirtheim,

hier wurde uns das energetische Konzept "Autarke Energieversorgung" näher gebracht.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Steffen Strauß führte uns sein Mitarbeiter Herr Einschütz durch das Gebäude und erklärte Details zur PV-Anlage und Erdwärmegewinnung.

 

 

 

 

 

Nachfolgende Präsentation über DISRUPTION, in der wir uns bereits befinden!

Insbesondere die ersten Minuten der Präsentation zeigen schon die Geschwindigkeit von disruptiven Prozessen auf:

https://www.youtube.com/watch?v=Kxryv2XrnqM&ebc=ANyPxKq6CUbBju8xMD74wPB7vOoT1oUK0BrbGOGZHzUPajYJPPxyQ-MBzsMLwqJFqQMQcnYzjY4B3DBPU_qyAW8KYQSqy_HFgA&nohtml5=False

 

Nachfolgend ein wichtiger link:

http://www.die-klima-allianz.de/grosse-verbaende-allianz-fordert-ambitionierten-klimaschutzplan-2050/

 

Ca. 60 Zuhörer - darunter u. a. Herr Zach (Dezernent im Main-Kinzig-Kreis) und Herr Schreiner (1. Stadtrat Langenselbold) - kamen zu unserer Informationsveranstaltung ins Sportheim nach Kassel am 17.02.16.

 

Sehr interessantes Interview mit Franz Alt:

http://www.goodnews4.de/video/item/franz-alt-zu-fluechtlingskrise-und-globalen-zusammenhaengen

Veranstaltungen der Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG im ersten Halbjahr 2016

Die erste Informationsveranstaltung in diesem Jahr findet am 17. Februar ab 19 Uhr 30 im Sportheim in Biebergemünd-Kassel statt. Neben der Vorstellung der Ertragsstatistiken der Windräder und Photovoltaikanlagen stehen die Vorstellung von geprüften Projekten und laufenden Verhandlungen zu möglichen neuen Projekten an.

Am 25. Februar wird sich die Energiegenossenschaft ab 19 Uhr in Langenselbold vorstellen. Der genaue Ort ist:  Schloss Langenselbold, Stucksaal, Erdgeschoss.

Die Einweihung des Windrades "Der Schlanke Max" erfolgt am 23. April ab 14 Uhr direkt am Windrad in Wallroth. Hierzu können ab 13.30 Uhr Fahrgemeinschaften am Sportplatz in Biebergemünd-Wirtheim gebildet werden. Alle Freunde und Mitglieder sind hierzu herzlich eingeladen.

Schließlich erfolgt eine Fahrt zur derzeit größten Power to Gas Anlage nach Mainz-Hechtsheim am 27.April. Hierzu können Anmeldungen über mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! angenommen werden, da es nur eine beschränkte Anzahl von Plätzen gibt. Die Besichtigung beginnt um 13 Uhr 30 in Mainz-Hechtsheim. Die Führung wird etwa 1,5 Stunden dauern. Fahrgemeinschaften können gebildet werden. Treffpunkt für die Fahrgemeinschaften aus dem Main-Kinzig-Kreis ist um 12 Uhr der Parkplatz am Mc Donalds in Gründau-Lieblos (Gewerbegebiet).

Am 02. Juni findet dann die nichtöffentliche Generalversammlung für die Mitglieder statt, die hierzu noch separat eingeladen werden. Der Vorstand und Aufsichtsrat freuen sich über zahlreiches Erscheinen bei den Veranstaltungen.

 

Elektroautos und die Energiewende

Von unserem Mitglied Markus Alder

Nach dem Scheitern der „deutschen“ Dieseltechnologie im PKW wegen überhöhter Schadstoffe ist die Autolobby wegen Subventionen für die Elektroautos im Bundeskanzleramt vorstellig geworden. Auf Dauer werden Diesel-PKW die dann geltenden Schadstoffgrenzwerte gerade in Innenstädten nicht mehr erfüllen, trotz aller Lobbyarbeit. Es soll dem Elektroauto in Deutschland zum Durchbruch verholfen werden.

Elektroautos lohnen sich für die Umwelt natürlich nur wenn man Sie mit Strom aus erneuerbarer Energie betreibt. Für die Elektromobilität weiter auf Braunkohle- und Atomkraftwerke zu setzen wäre sinnlos.
Für die Energiewende kann die Elektromobilität ein Teil der Lösung zur Speicherung von Strom sein.

Die Wallboxen, mit denen man zuhause oder unterwegs sein Elektroauto auflädt, müssen eine intelligente Steuerung bekommen, mit der über das Netz optimal der Akku geladen wird. Die Ideen gehen dahin, diese Akkus als Zwischenspeicher bei erhöhter erneuerbarer Energieproduktion zu benutzen und sie in energieschwachen Zeiten wieder anzuzapfen. Wenn dies millionenfach geschieht, hat man einen enormen Energiespeicher.

Nicht mehr für den mobilen Betrieb geeignete Akkus können zu riesigen Pakten zusammengefasst werden und z.B. komplette Siedlungen mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen.

 

Nachfolgend ein Link zu einer umfangreichen Studie des Fraunhofer Instituts. Insbesondere sehr interessant ist auf Seite 53 ein Übersichtsschema, wie die in 2050 vollständig auf Erneuerbare Energiebasis geführte Energieversorgung funktioniert. Hier spielt auch die Power to Gas Technologie eine wichtige Rolle (deswegen besuchen wir ja auch die derzeit weltgrößte Anlage in Mainz-Hechtsheim am 27. April).

 https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen-pdf-dateien/studien-und-konzeptpapiere/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.pdf

 

Schon einmal vormerken:
Am 27.04.2016 besichtigen wir um 13 Uhr 30 in Mainz-Hechtsheim die Power to Gas Anlage der Stadtwerke Mainz.
Die Führung wird etwa 1,5 Stunden dauern.
Fahrgemeinschaften können gebildet werden.
Treffpunkt für die Fahrgemeinschaften aus dem Main-Kinzig-Kreis ist um 12 Uhr der Parkplatz am Mc Donalds in Gründau-Lieblos (Gewerbegebiet).
Anmeldungen für die Besichtigung mit Zahl und Name der Teilnehmer bitte an die Mailadresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
.">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Mehr als 30 Personen können nicht teilnehmen. Es gilt das "Windhundprinzip": Die ersten 30 Anmeldungen werden berücksichtigt.
Weitere Informationen gibt es auf www.energiepark-mainz.de.

 


 

Zwar nicht auf dem allerletzten Stand, aber gestern, 13.1.16, im WDR wieder gezeigte Dokumentation über das Entstehen des Stromkartells "Die Macht der Stromkonzerne".

 


Zukunft der Energieversorgung

Von unserem Mitglied Markus Alder

 

Die Entwicklung hin zu einer zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gesicherten Stromversorgung wird natürlich zum großen Teil von der Einsparung der Energie und dem Bau von zusätzlichen Stromtrassen und Stromspeichern abhängen. Was aber komplett aus den Augen der meisten Zukunftsgegner verschwindet, ist die Entwicklung zur Industrie 4.0.

In der Industrie, die ja für einen Großteil des Stromverbrauchs verantwortlich ist, gibt es den Trend die Produktion über die Vernetzung der Produktionsschritte zu steuern. Das heißt, dass jeder Produktionsschritt vom anderen abhängt und gesteuert wird. Das Ganze wird über das Internet und in der Cloud gesteuert. Voneinander abhängig sind z.B. der Bestelleingang, die Materialbeschaffung, die Logistik und der Mitarbeitereinsatz. Natürlich spielen in diesem Zusammenhang auch die Energiekosten eine Rolle. Da die Kosten des Stroms je nach Verfügbarkeit und Herkunft unterschiedlich ausfallen können, kann auch dieser Faktor in die vernetzte Produktion mit einfließen. Man nennt diese Art der Fabrikation heute atmende Fabrik. Die Auswirkungen auf den Produktionsprozess und z.B.die Arbeitszeitpläne der Beschäftigten sind den meisten Beteiligten inklusive der Gewerkschaften noch gar nicht klar. Aber das war großes Thema der Industriemesse Hannover, es ist alles entwickelt und kann eingesetzt werden.

Auf die Haushalte werden sich das Internet der Dinge und die Smartmeter der Energieversorger auswirken. Energiefressende Haushaltsgeräte werden mit dem Internet vernetzt und bekommen von den Energieversorgern einen Impuls, um z.B. die Wäsche zu trocknen. Man kann seine Heizung und seine Elektrogeräte über das Smartphone auch aus der Ferne bedienen. Natürlich kann man jederzeit seine Wäsche trocknen, es gilt dann aber vielleicht nicht der günstigste Preis in diesem Moment. Grundsätzlich ist die Technik entwickelt, die Gesetze dazu stehen. Was fehlt ist eine einheitliche Strategie bei der Einführung der digitalen Strommeter für jeden Haushalt.

Gerade die flächendeckende Einführung der oben genannten Innovationen führt zu einem flexibleren Energieverbrauch und Vermeidung von Lastspitzen. Auch wenn solche komplexen Themen in der Zukunft für manche Mitmenschen schwierig zu verstehen sind, heißt das ja nicht dass sie nicht funktionieren oder nicht zum gewünschten Erfolg führen werden. Der Erfolg wird in bestmöglicher Ausnutzung der erneuerbaren Energien und verringertem CO2-Ausstoß liegen.

 


 

Ein sehr interessantes Interview mit Ursula und Michael Sladek ist auf der Seite des Bundes der Energieverbraucher zu lesen (9.1.2016).

Hier der dazugehörige Link:   Interview mit den Sladeks

 


 

Auf dieser Seite soll in Zukunft über den neuesten Stand dieser und anderer Projekte möglichst zeitnah informiert werden.

 

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